Was kostet es, einen Onlineshop erstellen zu lassen?

Von Norman, storeondemand · veröffentlicht am

Kurz gesagt

Einen kleinen Onlineshop erstellen zu lassen kostet in DACH bei Freelancern und Kleinagenturen mit veröffentlichtem Preis etwa 650 bis 4.000 € einmalig. Shopify- und Shopware-Agenturen starten bei etwa 5.000 €. Mietshops verlangen rund 125 bis 500 € im Monat bei 12 bis 36 Monaten Laufzeit. Dazu kommen Rechtstexte, Zahlungsgebühren und Änderungen nach Abnahme.

Welche Preisspannen gibt es je nach Anbietertyp?

Der Markt zerfällt in vier Welten, die kaum miteinander vergleichbar sind. Die Zahlen unten stammen aus einer eigenen Stichprobe von rund 20 DACH-Anbietern mit veröffentlichtem Preis (September 2026, am 14.10.2026 erneut geprüft). Es sind Listenpreise der Anbieter, keine Durchschnittswerte, und meist die Einstiegs- bis Mittelstufen.

Die Spanne für Offshore-Gigs ist ein Richtwert aus den Angebotstiteln auf Freelancer-Marktplätzen, weil sich Gig-Preise laufend ändern. Für die Plattform selbst kommt bei allen Shopify-Varianten das Abo hinzu, laut Shopify-Preisseite ab 19 € im Monat bei jährlicher Zahlung.

AnbietertypEinmaligLaufendTypischer Umfang
Offshore-Gig (Shopify)ca. 85–850 US-Dollar (Richtwert)Shopify-AboTheme einrichten, oft Dropshipping-Vorlage
Freelancer / Kleinagentur mit Festpreisca. 650–4.000 €Hosting meist extraWooCommerce, Shopify oder Shopware, 10 bis 50 Produkte
Mietshop0 bis ca. 3.000 € Einrichtung oder Anzahlungca. 125–500 € pro Monat, 12–36 Monate LaufzeitHosting und Updates inklusive, Code und Daten bleiben je nach Vertrag beim Anbieter
Shopify-/Shopware-Agenturab ca. 5.000 €, mit Schnittstellen 12.000–35.000 €Plattform-Abo plus SupportpaketeTheme-Anpassung bis Custom Theme, Schulung

Wovon hängt der Preis ab?

Vier Faktoren bestimmen fast jedes Angebot. Wer sie vorher klärt, bekommt vergleichbare Preise.

  • Produktzahl: Festpreis-Pakete staffeln fast immer nach Artikeln, etwa 10 / 15 / 25 oder 10 / 25 / 100 Produkte je Stufe. Mehr Varianten (Größen, Farben) bedeuten mehr Einpflege.
  • Sprachen: Eine zweite Sprache ist bei vielen Anbietern erst in der höheren Stufe enthalten. Ein Anbieter der Stichprobe nennt einen Aufpreis von 790 € je zusätzlicher Sprache, meist ohne die Übersetzung selbst.
  • Design: Ein angepasstes Theme ist der günstigste Weg. Ein eigenes Design kostet ein Vielfaches, weil jede Seite einzeln gestaltet und gebaut wird.
  • Integrationen: Warenwirtschaft, Versandlabels, Buchhaltung oder ein Produktkonfigurator. Ein Freelancer der Stichprobe beziffert Plugins und Schnittstellen auf 300 bis 3.200 € je Baustein.

Welche Kosten stehen oft nicht im Angebot?

Der Paketpreis ist selten der Endpreis. Diese Posten solltest du vor der Beauftragung schriftlich klären.

  • Rechtstexte: AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung mit Update-Service und Haftung kosten beim Händlerbund ab 9,90 € im Monat bei jährlicher Zahlung, höhere Pakete bis 149,90 €.
  • Zweitsprache: Klären, ob sie enthalten ist und wer übersetzt.
  • Änderungen nach Abnahme: Veröffentlichte Stundensätze in der Stichprobe liegen zwischen 60 und 160 € netto. Der Freelancer-Kompass 2026 nennt für den DACH-Raum einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 € über alle Fachgebiete.
  • Theme und Apps: Kostenpflichtige Themes im Shopify Theme Store kosten einmalig etwa 150 bis 450 US-Dollar, Apps laufen meist als Monatsabo.
  • Domain: Eine .de-Domain kostet bei einem großen Registrar unter 5 € netto im Jahr (Preisliste), ist aber nicht immer im Paket.

Warum ist die Abnahme ein Kostenfaktor?

Ein Shop, der für dich gebaut wird, ist in der Regel ein Werkvertrag. Nach § 640 Abs. 1 BGB gilt: „Der Besteller ist verpflichtet, das vertragsmäßig hergestellte Werk abzunehmen, sofern nicht nach der Beschaffenheit des Werkes die Abnahme ausgeschlossen ist.“ (§ 640 BGB). Wegen unwesentlicher Mängel darfst du die Abnahme laut demselben Absatz nicht verweigern.

Praktisch heißt das: Alles, was du nach der Abnahme änderst, ist neue Arbeit und wird nach Stunden abgerechnet. Lege deshalb vorher fest, wie viele Korrekturrunden enthalten sind und was eine weitere Runde kostet. Das ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung, Stand: Oktober 2026. Im Einzelfall kommt es auf deinen Vertrag an.

Wie vergleichst du Angebote fair?

Rechne jedes Angebot auf drei Jahre hoch: Einmalpreis plus Hosting, Plattform-Abo, Apps, Rechtstexte und geschätzte Änderungsstunden. Erst dann sieht man, ob ein Mietshop für 149 € im Monat günstiger ist als ein Kauf. Wie die laufenden Posten aussehen, zeigt die Seite laufende Kosten eines Onlineshops. Einen durchgerechneten Vergleich findest du unter Shopify oder individueller Shop über 3 Jahre.

Frag außerdem nach drei Dingen, die selten neben dem Preis stehen. Wer hostet den Shop, und was kostet das ab dem zweiten Jahr? Gehören dir Code und Daten nach Vertragsende? Wie lange gibt es nach dem Start Hilfe bei Fehlern? Bei mehreren Mietshops der Stichprobe hängt der Zugriff an der Vertragslaufzeit. Ein Anbieter löscht die Daten einen Monat nach Ablauf der Laufzeit.

Bei storeondemand kostet ein individuell programmierter Shop 1.490, 2.490 oder 3.990 € netto Festpreis, mit CMS und Deutsch plus Englisch in allen Paketen. Rechtstexte liefert ein Rechtstexte-Anbieter deiner Wahl (Pakete).

Weitere Fragen zum Thema Kosten

Quellen